Born Bad Radio – Schiet auf den Algorithmus | Goldbutt

born bad radio

Aus Los Angeles funkt Born Bad Radio direkt aus der Plattenkiste. DJ Sleazy T ist Plattensammler, Audio-Nerd und offensichtlich jemand, bei dem sich über die Jahre ein ziemlich amtlicher Haufen schwarzes Gold angesammelt hat. Hier kommt nämlich nichts aus irgendeiner Spotify-Playlist: Born Bad Radio ist komplett Vinyl. Vor allem 45s werden auf den Teller gelegt – handverlesen, staubig und gerne aus den etwas dunkleren Ecken der Plattensammlung.

Musikalisch geht es munter durch Garage, Punk, Soul, R&B, Rock’n’Roll, Surf, Doo Wop, Gospel, Psychobilly und Outlaw Country. Dazwischen tauchen immer wieder obskure Scheiben und Sachen auf, bei denen man sich fragt, aus welcher Kiste Sleazy T die nun wieder gezogen hat. Genau das macht den Reiz aus: Man hört hier nicht die üblichen Verdächtigen, sondern bekommt ordentlich Stoff zum Mitschreiben und Plattensuchen.

Das Ganze ist zudem keine bierernste Sammlersendung, sondern irgendwo zwischen Radioshow, durchgeknalltem Hörspiel und spätnächtlicher Piratenfunk-Frequenz angesiedelt. Satan und ein Evil-AI-Roboter mischen ebenfalls mit. Muss man auch erstmal drauf kommen.

Und weil uns natürlich interessiert hat, was bei jemandem mit so einer Plattensammlung ganz oben im Regal steht, hat Sleazy T uns seine persönlichen Top 10 geschickt. Die gibt’s direkt im Anschluss.

Kein Algorithmus, keine Musik von der Stange. Einfach Platten auflegen und gucken, was passiert. So mutt dat.